Gravelbikes für Bikepacking 2026 im Vergleich: Was nach 400 km Eifel zählt
Wir fahren zwei ROSE Backroad: Alex das Backroad Unsupported mit Nabendynamo, Geri das Backroad AL. Damit waren wir vier Tage und rund 400 km in der Eifel unterwegs. Canyon Grizl, Trek Checkpoint und Cube Nuroad kennen wir von Probefahrten.


Unser Urteil
Für Mehrtagestouren ohne Steckdose ist das ROSE Backroad Unsupported das komplette Paket: Nabendynamo, Licht, Pufferakku und USB-C am Lenker sind ab Werk dabei. Das kostet laut ROSE 4.350 €. Wer weniger ausgeben will, bekommt mit Backroad AL, Canyon Grizl CF 7, Trek Checkpoint ALR 5 oder Cube Nuroad Race solide Räder mit vielen Ösen und Platz für breite Reifen. Strom kommt dann aus der Powerbank oder aus einem nachgerüsteten Dynamo.
ROSE Backroad Unsupported
- Alex: 5 von 5
- Geri: 4 von 5
Unsupported, wenn du …
- mehrere Tage ohne Steckdose unterwegs bist
- Licht und Laden ohne Akkuwechsel willst
- alles fertig ab Werk haben möchtest
Günstigeres Rad, wenn du …
- meist Tagestouren oder ein, zwei Nächte fährst
- mit einer Powerbank gut auskommst
- unter 2.500 € bleiben willst
Partnerlinks: Kaufst du darüber, bekommen wir eine kleine Provision.
Fünf Räder im Überblick
| Rad | Preis | Schaltung | Reifen bis | Strom ab Werk | Von uns gefahren |
|---|---|---|---|---|---|
| ROSE Backroad Unsupported | 4.350 € | Shimano GRX 820, 1×12 | 53 mm | SON-Nabendynamo, Licht, Pufferakku, USB-C | Alex, 4 Tage Eifel |
| ROSE Backroad AL Apex | 2.050 € | SRAM Apex XPLR, 1×12 | 53 mm | USB-C am Lenker, Kabel für Dynamo verlegt | Geri, 4 Tage Eifel |
| Canyon Grizl CF 7* | 2.399 € | Shimano GRX, 1×12 | 54 mm | nein | Probefahrt |
| Trek Checkpoint ALR 5* | 1.999 € | SRAM Apex, 1×12 | 50 mm | nein | Probefahrt |
| Cube Nuroad Race* | 1.499 € | Shimano GRX, 2×12 | 50 mm | nein | Probefahrt |
*Nur Probe gefahren, nicht auf Tour. Preise und Ausstattung laut Hersteller, Stand September 2026. Alle fünf haben hydraulische Scheibenbremsen und Ösen für Flaschen und Taschen am Rahmen.
Worauf es beim Bikepacking-Rad ankommt
- Ösen: Je mehr Befestigungspunkte an Rahmen und Gabel, desto flexibler das Gepäck. Das Unsupported hat laut ROSE 18 Anschraubpunkte.
- Reifenfreiheit: Ab etwa 45 mm wird Schotter mit Gepäck deutlich angenehmer. Alle fünf Räder schaffen mindestens 50 mm.
- Übersetzung: Mit Gepäck zählt der leichteste Gang. Warum uns das 51er Ritzel am Unsupported wichtig ist, steht im Vergleich GRX gegen Apex.
- Strom: Für ein, zwei Tage reicht eine Powerbank. Wer länger ohne Steckdose fährt, profitiert von einem Nabendynamo.
Strom unterwegs: Dynamo oder Powerbank
Das Unsupported erzeugt Strom mit einem SON-Nabendynamo. Ein Schalter am Lenker entscheidet, ob der Strom ins Licht geht oder in den eingebauten Pufferakku mit 5.000 mAh, über USB-C am Lenker laden wir Navi und Handy. Der Preis dafür: Ein Nabendynamo kostet beim Treten ein paar Watt, am meisten mit eingeschaltetem Licht.
| Tour | Unser Rat |
|---|---|
| 1 bis 2 Tage, Steckdose am Abend | Powerbank mit rund 10.000 mAh |
| 3 Tage und mehr, keine Steckdose | Nabendynamo mit Pufferakku |
| spontane Übernachtung | Powerbank, kein Umbau nötig |
Für alles unter drei Tagen nimmst du eine Powerbank. Für mehr lohnt sich der Dynamo.
Geri
Die Räder im Einzelnen


ROSE Backroad Unsupported: Carbon, Shimano GRX 820 mit 10–51er Kassette, Dynamo, Licht und Pufferakku ab Werk. Es ist das einzige Rad im Vergleich, das ohne Umbau für lange Touren ohne Steckdose bereit ist. Dafür ist es mit 4.350 € auch das teuerste.
ROSE Backroad AL Apex: Aluminium, SRAM Apex XPLR, USB-C am Lenker, die Kabel für einen Dynamo sind schon verlegt. Auf der Eifel-Tour war es dabei. Für 2.050 € der günstigere Weg ins gleiche Konzept.
Nur Probe gefahren: Canyon Grizl CF 7, Trek Checkpoint ALR 5 und Cube Nuroad Race kennen wir nur von Probefahrten, nicht von einer Tour. Laut Hersteller hat das Grizl CF 7 einen Carbonrahmen, Shimano GRX 1×12 und Platz für Reifen bis 54 mm, das Checkpoint ALR 5 einen Alurahmen mit SRAM Apex 1×12 und viele Ösen für Schutzbleche und Gepäckträger, das Nuroad Race einen Alurahmen mit Shimano GRX 2×12 und Ösen an Rahmen und Carbongabel. Einen Dynamo hat keines der drei ab Werk.
Canyon Grizl CF 7 → · Trek Checkpoint ALR 5 → · Cube Nuroad →
Fazit: Welches Rad für wen?
| Du … | Unsere Empfehlung |
|---|---|
| fährst mehrere Tage ohne Steckdose und willst alles ab Werk | ROSE Backroad Unsupported |
| willst das Backroad-Konzept günstiger und rüstest bei Bedarf nach | ROSE Backroad AL Apex |
| willst Carbon unter 2.500 € und breite Reifen | Canyon Grizl CF 7* |
| willst möglichst wenig ausgeben | Cube Nuroad Race* oder Trek Checkpoint ALR 5* |
*nur Probe gefahren.
Was wir dazu nutzen


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Eure Fragen
Brauche ich für Bikepacking wirklich Carbon?
Nein. Alu ist robuster, wenn das Rad mit Gepäck mal umfällt, und günstiger. Carbon spart Gewicht und dämpft etwas, ist für Bikepacking aber kein Muss. Geris Backroad AL war auf derselben Tour dabei wie Alex‘ Carbonrad.
Sind hydraulische Bremsen Pflicht?
Mit Gepäck auf Schotterabfahrten ja. Hydraulische Scheibenbremsen lassen sich besser dosieren und brauchen weniger Handkraft. Alle fünf Räder im Vergleich haben sie ab Werk.
Wie breit sollten die Reifen sein?
Für gemischte Touren mit Gepäck sind 45 bis 50 mm ein guter Bereich. Welche Reifen wir gefahren sind, steht im Gravel-Reifen-Test.
Lohnt es sich, einen Nabendynamo nachzurüsten?
Nur wenn du regelmäßig mehrere Tage ohne Steckdose unterwegs bist. Du brauchst ein neues Vorderrad mit Dynamonabe, Kabel und meist einen Pufferakku, das kostet schnell mehrere hundert Euro. Für ein, zwei Nächte ist eine Powerbank einfacher.
Wohin mit dem Zelt: Lenkertasche oder Satteltasche?
Ein leichtes Einpersonenzelt passt gut in die Lenkertasche, schwerere Zelte gehören in die Satteltasche. Wichtig: Bremsleitungen und Züge müssen frei bleiben, die Tasche darf beim Lenken nicht klemmen.
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